Das Glück von Morgentau und Schlangenbrot ...



Alle die Kinder haben, kennen das leidige Thema ums Streiten unter Geschwistern. Aktueller Anlass sind bei uns die neuen Geschenke von kleiner Maus, welche immer beide gleichzeitig haben möchten. Als sie sich deswegen neulich an einem Morgen wieder in den Haaren lagen, war ich heilfroh, dass Sohnemann in den Kindergarten konnte, damit es ein paar Stunden Ruhe gab. Da mein Mann zu Hause war, entschloss ich Sohnemann zu begleiten. Kaum waren wir im Freien vor der Haustür, entspannten sich die Streitgeister bei Sohnemann. Er blickte um sich und meinte: "Mami, ich finde das Vogelzwitschern an so einem schönen Tag wie heute, wenn ich in den Chindsgi laufe immer so schön". Ich schaute ihn an und war einfach nur dankbar und glücklich für seine Achtsamkeit. Gemeinsam haben wir dann beim Gehen den gefrorenen Morgentau bewundert. Kaum war die Sonne da, verwandelten sich die starren Eiskügelchen in glänzend nasse Wasserperlen.


Über Achtsamkeit habe ich die letzten Tage ein tolles Buch gelesen. "Ich pflanze ein Lächeln". Da ich mir Anfangs Jahr "WEltFRieden" gewünscht habe, passt es anlässlich der vergangenen Monate, in denen mein eigener Weltfrieden wegen verschiedenster Dinge total aus den Fugen geraten war, einfach perfekt zu meiner momentanen Situation. Ihr erinnert euch vielleicht an die leidige Geschichte von Louisa? Ich glaube alles was wir gedanklich mit Energie füllen, bekommt noch mehr Energie. Egal ob positiv oder negativ. Darum habe ich die Geschichte von meinem Blog gelöscht. Anstatt dessen habe ich mich gefragt, warum mir diese und jene Dinge dieses Jahr widerfahren sind. Vielleicht weil wir ernten, was wir säen? Wer weiss. Da fällt mir  unweigerlich wieder das Buch mit den Mutigen Seelen ein.


Aber noch ein Mal zu diesem Buch. Alle die sich wie ich den Weltfrieden wünschen, sollten dieses schöne Buch von Thich Nhat Hanh unbedingt lesen. Er gehört als sozial engagierter budhistischer Mönch zu den bedeutendsten spirituellen Lehrern der Gegenwart. Im Buch geht es vor allem um Achtsamkeit und den (eigenen) Weltfrieden. Mehr dazu hier... Mir hat das Buch beim Lesen immer wieder ein Lächeln ins Gesicht gezaubert und ich konnte mit den Geschehnissen der vergangenen Monate irgendwie Frieden schliessen. Zudem hat es mich in vielen Dingen zum Nachdenken angeregt. Eigentlich hätte ich nur auf mein Herz hören müssen, dann hätte ich mir den steinigen Umweg einiger Dinge ersparen können. Aber hätte und wäre sind vorbei. Darum werde ich mir alle Mühe geben, mich wieder vermehrt der Achtsamkeit zu widmen. Zum Beispiel achtsam und dankbar den Himmel zu bewundern...




Oder Achtsam mit der Familie etwas unternehmen.
Letzten Sonntag habe ich mit den Kindern einen Ausflug in den Wald gemacht um ein Feuer zu machen und Schlangenbrot zu backen. Das Vogelzwitschern, das Rauschen des Baches, das Knistern des Feuers und die langsam spriessende Natur waren wie Balsam. Und die Kinder meinten: "Mami hier möchten wir ganz lange bleiben."



Ich wünsche euch ein achtsames Auge und einen achtsamen Geist für alles Schöne was wir haben. Denn all zu schnell vergessen wir all das in unserem hektischen und mit Terminen vollgepackten Leben. Und wenn wir ab und zu gedanklich zum Mond fliegen würden, einen Blick auf die Erde werfen würden, wäre uns schnell klar, dass wir verglichen mit anderen Menschen gar keine Sorgen haben. Ich denke da zum Beispiel an Nepal und alle Flüchtlinge im Mittelmeer...

Liebe Grüsse Paula

Kommentare

  1. Liebe Paula, ja welche Geschenke wir doch haben, wenn wir gesund sind, umgeben sind von einer lieben Familie, ein Dach über dem Kopf und genügend zu essen haben, vergessen wir allzu oft in der Hektik des Alltages. Bis Schicksalsschläge im Bekanntenkreis oder auch auf der Welt uns den grossen Wert dieser Geschenke wieder vor Augen führen. Von daher gebe ich mir grosse Mühe dankbar für meine Geschenke zu sein.
    Liebe Grüsse
    Verena

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