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Paula's Haus

 Ihr Lieben


Wechseljahre, Wandel, Mentalcoach, Coach für Frauen, Sinnsuche

UNNÖTIG lange blieben die Spalten in meinem Blog leer. Auf grossen Strecken fehlte entweder die Zeit zum Schreiben oder es mangelte schlichtweg an Energie.  

Wechseljahre, Wandel, Mentalcoach, Coach für Frauen, Sinnsuche

UNKLAR waren Anfang letzten Jahres die Gedanken rund um meine Diplomarbeit als Mentalcoach. Reicht die Zeit? Stimmt das Thema? Finde ich genug Stoff um die Seiten zu füllen? Werde ich das Diplom bestehen?

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Es war ein steiniger Weg, bis ich die fast 100 Seiten für die Arbeit endlich beisammen hatte und einreichen konnte. Ich gebe zu, ich habe den Aufwand überschätzt und ausser acht gelassen, dass die Belastbarkeit mit Ü50 anders aussieht, als mit 20ig. 


2025 war ein wegweisendes Jahr und die Sorgen, ob ich das Diplom bestehen werde, waren alle umsonst. Im Mai hatte ich auf einen Schlag zwei Abschlüsse auf einmal in der Tasche.

Das Diplom als Transformations- und Mentalcoach
Und die SVEB Ausbildung als Kursleiterin

Wechseljahre, Wandel, Mentalcoach, Coach für Frauen, Sinnsuche

Die Erfahrungen und Erlebnisse des vergangenen Jahres könnten vielfältiger nicht sein. 

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HILFREICH waren vor allem meine Familie, meine Freunde, mein Team bei der Arbeit und mein Urvertrauen, dass alles so kommt wie es muss. Meinem Mann gilt ein besonderer Dank. Er hat nie daran gezweifelt, ob ich meine Ausbildungen bestehe. In die Quere kamen mir nur meine eigenen Zweifel und mein Perfektionismus. 

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Ich glaube es gab selten ein Jahr, in dem ich in so vielen Bereichen Neues gelernt habe. Besonders spannend war die Ausbildung zur Kursleiterin. Vom Aufbau einer Ausbildungssequenz bis zum Zeichnen von Strichmännchen war alles dabei. Den ganzen Inhalt meines gefüllten Rucksackes   hier aufzuzählen, würde den Rahmen dieses Beitrages sprengen. 

Ein lehrreiches Schlüsselerlebnis dieses Jahr war auch das Thema Ernährung. Mein immer grösser werdender Bauch hat mich dazu motiverit, mich mit dem Thema ERNÄHRUNG IN DEN WECHSELJAHREN eingehender zu beschäftigen und ich habe für mich lebensverändernde Antworten gefunden. Mehr dazu erzähle ich dann in einem separaten Beitrag in meinem WAENDEPUNKT Blog. 

Zudem habe ich mich intensiv mit den 7 Chakren, dem Thema mentale und körperliche Gesundheit in den Wechseljahren und Spontanheilungen bei Krebs beschäftigt. Aus diesen drei Themenbereichen ist ein ganzheitliches Konzept für die Wechseljahre entstanden, über das ich in VORTRÄGEN und im WAENDEPUNKT Blog mehr erzählen werde. 

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Mit den Erkenntnissen aus meinen Ausbildungen und den Recherchen zu den Themen Wechseljahre und ganzheitliche Gesundheit, wurde meine Ausrichtung als Wegbegleiterin im Laufe des Jahres immer KLARer. 

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MUT war auch 2025 MEIN Thema, denn ich bin nicht nur mutig Felswände hinaufgeklettert, sondern habe mich auch sonst mehrfach aus meiner Komfortzone gewagt. Mein Mut zum Thema Sichtbarkeit als Selbständige hat sich übers Jahr immer mehr ausgedehnt. Ich habe zum Beispiel mutig meine ersten Inserate geschaltet und Flyer und Plakate verteilt. Mut brauchten diese Schritte deshalb, weil Mentalcoaching für Frauen in den Wechseljahren in meinen Breitengraden wenig bekannt ist. Das bedeutet zum einen viel Erklärungsarbeit, zum andern jedoch die Chance, eigene Wege und Ideen zu verwirklichen, was meinem Naturell sehr entspricht. :-) 

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Ein für mich mutiger Wendepunkt war auch die Zusage für die Mitbenützung eines Coaching-Raumes. 

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Nährend waren die Momente in den FRAUENKREISEN im März, April und Dezember. Ich bin immer wieder berührt, wie viel Offenheit geschehen darf, wenn Frauen in einem geschützten Rahmen frei heraus sagen dürfen, was sie denken und fühlen. Oft sind Frauen über sich selbst überrascht, dass sie in diesen 'Räumen' Dinge ansprechen, für die ihnen im Alltag der Mut fehlt. Und in diesen fast heiligen Augenblicken spüre ich, dass genau hier mein Platz ist, um meine Fähigkeiten und Talente in die Welt zu bringen. Ich brenne für die Themen Wechseljahre, Ahnen, Weiblichkeit und Emotionen auf allen Ebenen und mein Wissensschatz ist mittlerweile sehr umfangreich, da wäre es doch schade, wenn ich dieses Erfahrungen nicht teile. :-)

Wechseljahre, Wandel, Mentalcoach, Coach für Frauen, Sinnsuche

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KREATIV UND MAGISCH waren auch die Momente in der Natur. Hier tanke ich nach wie vor Kraft und sammle Inspiration für neue Angebote. Etwas zu kurz kam letztes Jahr meine Faszination für Wild- und Heilkräuter. Das darf sich im neuen Jahr wieder ändern. 

Die Fotos dieses Rückblickes entstanden fast alle auf meinen Streifzügen in der Natur. Wandern  über Stock und Stein ist für mich immer noch Seelenbalsam pur. Ich liebe es alleine unterwegs zu sein und die Natur zu bestaunen. Spiegelglatte Bergseen haben auch 2025 wieder mein Herz erobert. Meine Füsse haben mich 320 Kilometer weit und rund über 17'000 Höhenmeter hinauf getragen.

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Fürs Herz waren all jene Momente, bei denen mein Glücksgefühl vor Freude einen kleinen Hüpfer machte und ein freudiges Kribbeln durch meinen Körper sendete. Die Gruppe bei der Kursleiter-Ausbildung SVEB hat dieses Kribbeln an jedem Kurstag ausgelöst. Ich freute mich wie ein kleines Kind auf die Tage in Luzern und ich liess meine 'Gspändli' beim Abschluss im April nur ungern ziehen.

Aber auch die Zeit mit meinen Lieblingsmenschen, die besonderen Begegnungen in meinem langjährigen Job im Detailhandel und all jene Stunden mit den Frauen, die ich begleiten durfte, waren Museumsmomente für mein Herz. 

Wechseljahre, Wandel, Mentalcoach, Coach für Frauen, Sinnsuche

EINZIGARTIG ist für mich die Tatsache, dass ich als NATUR- und MUTMACHCOACH alle meine Leidenschaften vereinen kann. Meine Begeisterung für die Lebensgeschichten anderer Menschen, RÄUME zu KREIEREN, zu Schreiben und meine Faszination für die Natur.

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FEIERLICH

stimmten mich mehrere Dinge letztes Jahr:

◌ Der Lehrvertrag unseres Sohnes
◌ die Frauenkreise
◌ die Namensänderung von Feder Glück zu WAENDEPUNKT
◌ das neue Logo
◌ die regelmässige Mitbenützung des Raumes
◌ mein Eintrag als Einzelfirma im Handelsregister 
◌ und meine beiden Abschlüsse


Wechseljahre, Wandel, Mentalcoach, Coach für Frauen, Sinnsuche

AUSSICHTSREICH wird auch das neue Jahr. Mein KURSPROGRAMM für WAENDEPUNKT steht und ein paar weitere Ideen schlummern noch. Und sicher werde ich wieder über Stock und Stock die Natur erkunden.


Als ich Ende Jahr meine Erinnerungs-Perlen aufs Papier gebracht habe, musste ich staunend feststellen, dass das Jahr viel mehr versteckt hielt, als mir bewusst war. Aber eigentlich hätte ich es wissen müssen, denn aus meiner langjährigen Erfahrung mit dem Schreiben eines RÜCKBLICKES, müsste ich langsam wissen, dass gewisse Erinnerungen übers Jahr verstauben. Fast nebenbei verwandelte das Schreiben auch letztes Jahr meine unguten Gefühle in Glücksmomente. 


Zum Abschluss möchte ich mich bei all jenen Menschen herzlich bedanken, die hier immer noch regelmässig reinschauen, auch wenn es im Blog über Monate ruhig bleibt. Ich werde meine Energie in Zukunft eher auf den WANDEPUNKT Blog richten. Und wer weiss, vielleicht hast Du ja Lust dort regelmässig mitzulesen. 

Ich wünsche Dir mit viel Verspätung alles Liebe fürs neue Jahr.
herzlich Paula
Januar 23, 2026 4 Liebe Worte


NEUE WINTERSCHUHE
Heute Premiere getragen.


EIN MÄNNLEIN STEHT IM WALDE


VERKRIECHEN
Ja, das möchte ich mich manchmal. Der November ist randvoll mit To-Do's. Letzten Freitag habe ich meine Ausbildung als Kursleiterin angefangen für meinen neuen Weg bei WAENDEPUNKT Es macht mir riesig viel Freude... wenn da nur nicht so viele Dinge wären, die ich die letzten Monate vor mich hingeschoben habe. 


HERBSTLAUB


BROMBEERE
Aus denen wird wohl nichts mehr.


KINDER SPIELEN
an dieser Stelle schon länger nicht mehr.


CHRISTBÄUME
War mein erster Gedanke bei diesem Anblick


SELFIE
Keep smiling.



EINSAM
Eine Frage der Perspektive.


DER ERSTE SCHNEE
Sieht aus wie Puderzucker



OFENGEMÜSE
Seelenfutter für mich.


TEA TIME
Bedürfnis nach Stille und Wärme.

Das sind sie, meine 12 von 12. 
Herzliche Grüsse Paula

 

November 12, 2024 2 Liebe Worte


Neun Monate  
Die Länge einer Schwangerschaft  
So lange hat meine unerwartete Blogpause gedauert.  
Schaut hier überhaupt noch jemand vorbei?   


Die Pause war nicht geplant.
Aber nötig.
Nötig um mein Leben neu zu sortieren.


Die einen haben es vielleicht auf Instagram mitbekommen ...

Angefangen hat alles mit einer Wanderung im letzten Herbst.
Ich war auf Pilzsuche. Genau genommen auf Steinpilzsuche. Gefunden habe ich keine Steinpilze, aber Fliegenpilze. Die ersten in meinem Leben. Und nicht etwa nur einen, nein, an die hundert habe ich an diesem 22. September 2022 entdeckt. Und dieser Fund und dieses Datum haben etwas mit mir gemacht. So als hätten die Pilze mich irgendwie verzaubert und mich auf einen neuen Weg geleitet. 

Eine Woche später kamen aus meinem Mund die Worte: "Ich mache eine Ausbildung als Mentalcoach." Bis heute staune ich über diese Aussage, denn sie hat eine Reihe an Handlungen ins Rollen gebracht. Eine regelrechte Wandlung in mir angestossen. Im November habe ich mich tatsächlich für diese Ausbildung angemeldet. Und entgegen meiner Vorsicht und Angst im Umgang mit Geld, habe ich einen für mich unglaublich grossen Betrag für diese Ausbildung überwiesen, ohne mit der Wimper zu zucken. 



Was seither geschehen ist, kann ich kaum in Worte fassen. Seit März bin ich bereits mehrere Tage mit dem Zug nach Zürich gereist und jedes Mal um sechs Uhr voll Vorfreude aus dem Bett gehüpft bin. Ich durfte eine unglaublich tolle Gruppe Menschen kennen lernen, einen unglaublich tollen Ort am Zürichberg und unglaublich tolle Dozenten erleben. 

Wenn ich auf die letzten neun Monate zurückblicke, fühlt es sich tatsächlich an wie eine Schwangerschaft. Wie ein Sprung ins Ungewisse, aber voll Vorfreude. In freudiger Er-Wartung. Ich kann es kaum erwarten, meinen Abschluss zu machen. Und ich kann es kaum erwarten noch die Diplomstufe zum Transformations- und Mentalcoach anzuhängen. 

Vor ein paar Jahren habe ich einmal zu meinem Mann gesagt, es wäre so cool, wenn ich beim Wandern oder Spazieren Geld verdienen könnte. Und ihr wisst, ich vertraue auf die magischen Kräfte des Universums. Denn ja, bald kann ich als Naturcoach im Wald, an einem Bergsee oder irgendwo an einem schönen Platz Menschen begleiten und dabei Geld verdienen. Und wenn ich das so schreibe, reibe ich mir die Augen, dass dieser Wunsch bald erfüllt wird. 


Ich weiss nicht wie mein Weg hier auf dem Blog weiter geht. Aber es war schon länger mein Wunsch, euch wenigstens zu erzählen, warum es hier so still blieb. Einige Leserinnen haben mich ja all die Jahre hier begleitet. Ich muss dazu allerdings erwähnen, dass es mich anfänglich einigen Mut gekostet hat, über meinen neuen Weg offen zu sprechen. Für meine Seele war es von Anfang an der absolut richtige Weg. Aber mein Kopf oder mein Ego waren da ganz anderer Meinung. Da war ziemlich viel los in meinem Hirn. "Was, jetzt fängst du schon wieder etwas Neues an? Meinst du nicht, dass das eine Nummer zu gross ist für dich? Und was werden die Leute sagen? Meinst du, du schaffst das, mit Haushalt, Familie und Job?" Und und und .... 

Dank meiner Erfahrung in der Klientenrolle durfte ich all diese Zweifel aus dem Weg räumen. Mittlerweile wurde ich zu allen möglichen Themen gecoacht. Auch zu meinem Thema rund ums Geld. Ich durfte erleben, wie sich die Situation mit den streitenden Teenies dank einem Coaching beruhigte; ich liess mich begleiten, um meinen Kontrollzwang mit den Kindern loszulassen, damit die Teenies eigenständig ihren Weg gehen dürfen; ich habe meine inneren Stimmen in einem Coaching angeschaut und den ein und andern AHA-Effekt erlebt und auch der Selbstwert der kleinen Paula durfte zu Wort kommen. Und immer wenn ich denke, ich hätte kein Thema mehr für das nächste Übungscoaching in der Rolle als Klientin, ploppt wieder irgend etwas auf. 

Ihr seht, es ist einiges los in meinem Leben. :-)


Die letzten Tage ist die Website zu meinem neuen Weg entstanden. Also höchste Zeit, dass auch meine Blogleser endlich erfahren, was die letzten neun Monate in mir reifen durfte. Vielleicht hast du Lust vorbeizuschauen bei Feder GLÜCK.


Alle die hier schon länger mitlesen, wissen um die Hürden, Nöte und Phasen in meinem Leben. Und wisst ihr was, der Entscheid diese Ausbildung zu machen, macht aus universeller Sicht plötzlich irgendwie Sinn. All meine Erlebnisse scheinen für etwas gut zu sein. Sie runden all dies ab, was ich immer wieder in Frage gestellt habe. All diese Warum's finden jetzt Platz in meinem Rucksack an Erfahrungen. Die durchlebte Trauer, die Ängste, die Nöte, sie alle haben mich gestärkt in meinem Mitgefühl für andere Menschen. 


Nun bin ich gespannt, ob irgend jemand diesen Beitrag liesst nach der langen Pause. Aber vielleicht lese ich ja das ein und andere Feedback dazu. :-)

Den Wortsalat haben wir eingestellt, da Frau Chrüselichopf ihren Blog leider und mit grossem Bedauern meinerseits geschlossen hat. Und weil ich einen anderen Weg eingeschlagen habe. Nicht dass dann Klagen kommen, sie wäre Schuld, dass das Schreibprojekt zu Ende ging. Es war bei beiden die Luft raus. (Ich hoffe du liest diese Zeilen liebe Monika ;-) 

So ihr Lieben, bis irgendwann plötzlich.
Herzliche Grüsse Paula



Juni 27, 2023 7 Liebe Worte

Ja das liebe Wunschgewicht, habe ich mir gedacht, als Frau Chrüselichopf und ich die September Wörter aus unseren Gläsern gezogen haben. Es sind einige unnütze Kalorien in meinen Mund gewandert, während ich kauend auf dem Bleistfit nach Sätzen gerungen habe, bevor irgendwann dann doch noch ein Wort-Salat entstanden ist. 
 


Mensch und Tier

Ich liege in einer Vollmondnacht auf dem Balkon, eingekuschelt in meinem Schlafsack und sinniere über das Leben. Über mein Wunschgewicht. Über das Wunschgewicht von Masttieren. Über das Verhältnis zwischen Mensch und Tier. Über den Unterschied von Veganern und Vegetariern. Über das dumpfe Gefühl, dass die Sau von Bauer Sepp bald für unseren Verzehr ihr Leben lassen wird. Über den Geschmack von Schnitzel und Gordon-Bleu. Über das Wasser, dass mir dabei im Mund zusammenläuft. Über das schlechte Gewissen, das mich dabei überkommt.

Ich wälze mich von einer Seite auf die andere. Keine Chance einzuschlafen, zwischen Blumentöpfen und Wunschgewichten. Manchmal habe ich die Nase voll. Ans Aufstehen zu denken, ohne genug Schlaf zu bekommen. Beim Einkaufen die Qual zu haben, zwischen Bio aus Spanien oder konventionell aus dem Inland. Zwischen unverpackten Pestizid Äpfeln und eingeschweissten Bio Gurken. Zwischen Tempeh aus Holland oder Poulet aus der Schweiz. Zwischen Garden Crispy Filet aus Tschechien oder dem Schweinebraten vom einheimischen Bauer. 

Der Mond zieht derweil seine Bahnen. Ich denke wieder an die vier Schweine von Bauer Sepp, von denen wir uns bald eines mit der Schwägerin und den Schwiegereltern für den Jahresvorrat teilen werden. Die Schweine haben den Sommer über in den beiden Ställen verbracht, wo im Winter die Rinder und Kühe zu Hause sind. Im Sommer dürfen die vier Schweine das ganze Areal für sich nutzen. Auch die Aussenflächen, mit Blick auf das umliegende Bergpanorama. Ende September, bevor die Kühe von der Alp zurückkehren, bringt der Bauer die Schweine zum Betrieb des Metzgers, wo sie noch eine Woche lang verweilen, bevor sie geschlachtet werden. Auf diese Weise können sich die Schweine vom Stress des Transports erholen, was wiederum der Fleischqualität zu Gute kommt. Denn manchmal kann es passieren, dass ein Tier durch Stress zu viel Adrenalin ausschüttet, welches ins Blut gelangt und dort den PH-Wert erhöht, was wiederum das Fleisch zäh werden lässt. 

Ich weiss nicht, ob die Schweine ihr Wunschgewicht erreicht haben diesen Sommer. Also jenes Gewicht, damit sich für den Bauer die Haltung der Schweine finanziell gelohnt hat. Aber ich weiss, dass er sorgsam mit ihnen umgeht. Dass sie genug Platz hatten und den gleichen fantastischen Ausblick geniessen durften, wie ich auf meinen Streifzügen durchs Tal. Ob das die Schweine interessiert, der Ausblick aufs Tal und die Berge? Ich weiss es nicht. Aber ich weiss, dass dieses Fleisch vorzüglich schmeckt. Dass es einen Rosa Farbton hat, nicht so bleich, wie jenes vom Grossverteiler. Dass wir alle Teile erhalten, nicht nur Filet, sondern auch Hals-, Schulter- und Nierstücke. Und wir verpacken diese Stücke auch selbst beim Metzger. Das ist immer ein freudiges Zusammenkommen mit den anderen Abnehmern des Fleisches. 

Mit ein bisschen Glück dürfen wir von meinem Bruder, der Jäger und Metzger ist, auch noch ein paar Kilo Wildfleisch kaufen, von Hirschen die er in unserem Tal erlegt hat. Das ergibt für unseren Haushalt im Schnitt etwa 10 Kilo Fleisch pro Person und Jahr. Der jährliche Pro-Kopf Konsum der Schweizer Bevölkerung liegt bei knapp 50 Kilo. Obwohl wir weit unter dem Durschnitt liegen, plagt mich je länger je mehr bei jedem Schnitzel das schlechte Gewissen, seit ich weiss, dass der Konsum von Fleisch das Klima belastet. Darf ich mich damit trösten, dass das Fleisch von glücklichen Tieren aus einer Kleinsttierhaltung stammt? Oder damit, dass wir aufs Fliegen verzichten? Oder damit, dass wir im Schnitt weniger als die Hälfte Strom nutzen, als jede Schweizer Durchschnittsfamilie? Oder damit, dass ich von September bis Mai keine Erdbeeren kaufe? 

Ich wälze mich weiter in meinem Schlafsack. Betrachtete die kleinen Leuchtpunkte am schwarzen Nachthimmel. Den Morgenstern, der heller als alle anderen am Himmel steht. Und den Mond, der mit seinem hellen Schein den Stoff unserer weissen Sonnenschirme aufleuchten lässt. 

Ob sich der Rest der Schweizer Bevölkerung auch so viele Gedanken zum Fleischkonsum macht wie ich? Darüber, wie das Schwein oder das Huhn gehalten wurde, bevor es auf dem Teller gelandet ist? Heute stimmt die Schweizer Bevölkerung über die Massentierhaltung ab. Ich bin gespannt, was dabei herauskommt. Für mich persönlich wird sich nicht viel ändern. Wir werden in diesem Jahr wieder das Fleisch von Bauer Sepp und meinem Bruder geniessen. Was nächstes Jahr ist, wissen wir noch nicht. Ich sinniere weiter über unsere Lebensmittel. Ich denke an die Eierfrau, die uns jeden Montag beliefert. An den sympathischen Gemüsebauern aus Oberdorf, der uns den ganzen Sommer am Wochenmarkt seine Ernte präsentiert hat. An den Bäcker, der mir auf Wunsch 5 Kilo Mehlsäcke von der Mühle bestellt. An all die Älpler, die den ganzen Sommer feinsten Käse herstellen. An die Ziegen und Kühe, die die Milch dafür liefern. An die Kräuter, die auf den Alpen wachsen. An die Beeren die ich im Wald gesammelt habe. An die Pilze, die ich gerade erkunde und kennenlerne.

Und irgendwann schlafe ich über all diesen Gedanken zwischen Wunschgewicht und Gleichgewicht dann doch noch ein, um mir gleich am nächsten Morgen das Kochbuch Greentopf zu bestellen. 


Und jetzt schaue ich, was Frau Chrüselichopf zu all diesen Wörtern für einen Salat angerichtet hat. Ob sie selber einen Text geschrieben hat oder wieder ihren Hund Emil an den PC liess. Das mag euch ein bisschen sonderbar vorkommen, aber ich liebe die Texte, die sie aus der Sicht ihres Hundes verfasst. Sie eröffnen ganz neue Betrachtungsweisen auf unsere doch manchmal etwas sonderbare Spezies Mensch. 

Liebe Grüsse Paula

September 25, 2022 9 Liebe Worte


Halli Hallo und wieder einmal ein kleiner Zwischengruss. Die Sommerferien sind wieder im Flug vergangen. Und da sich das Wetter nur von der sonnigen Seite zeigte, haben wir die Zeit fast ausschliesslich draussen verbracht. Leider lief nicht alles wie geplant. Unsere Reise in die französischen Alpen mussten wir wegen gesundheitlichen Strapazen meines Mannes leider kurzfristig abrechen. Nichts desto trotz blicken wir auf sechs wunderprächtige Wochen und viel Familienzeit in der Natur zurück. 



Zeit, die wir fast ausschliesslich in und auf Gewässern verbracht haben, um der Sommerhitze zu entfliehen. Die Wassertemperatur der Bergseen auf 2000 Meter über Meer betrug 18 erfrischende Grad. Was für eine herrliche Abkühlung! In Frankreich haben wir River Rafting ausprobiert. Hui, das war ein ganz besonderes Erlebnis. Zurück in der Schweiz waren mit einem kleinen Motorboot unterwegs, mit Stand-up Paddels und einmal mit einem gemieteten Gummiboot auf der Aare von Thun nach Bern. Also ziemlich viel Action im Wasser!



Auch zwei herrliche Wanderungen und eine Klettertour haben wir unternommen.



Und ich habe ziemlich viele Beeren gefunden die letzten Wochen. :-)


Wir haben 1. August und Geburtstag von Sohnemann gefeiert.


Und ein zwei Mal draussen geschlafen.


Alles in allem fast perfekt! Wäre da nur die Hitze und der Klimawandel nicht. Der Gletscher am Titlis sieht erbärmlich aus. Zum Teil ist er in der Höhe fast 4 Meter geschmolzen diesen Sommer. Mir bereiten die Tendenzen und Vorhersagen für die Zukunft ziemliche Bauchschmerzen. Ein Grund mehr, auch weiterhin so oft wie möglich das Auto stehen zu lassen und das Velo zu nehmen. :-)

Liebe Grüsse Paula
 

August 17, 2022 2 Liebe Worte
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PAULA'S HAUS


Willkommen in meinem Blog.  Ich bin Paula, eine kreative und Naturverbundene Mama aus der Zentralschweiz. Meine Tage haben selten genug Stunden, um all meine Visionen und Ideen umzusetzen. Ich wünsche euch viel Freude beim Lesen und Stöbern.


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