Was heute alles nicht geschehen wäre, ...

wenn es mich nicht gäbe. Diesen Impuls zum Schreiben erhielt ich gestern per E-Mail, anlässlich eines Online-Kurses. Eine Schreibübung, die unterschiedliche Gefühle bei mir auslöste und mich besonders Achtsam durch den Tag streifen liess.
 

Ja was wäre geschehen, wenn es mich nicht gäbe?
Diese Fotos wären nicht entstanden.
Ihr würdet sie nicht sehen und den dazu gehörigen Text nicht lesen, da es meinen Blog Paula's Haus nicht gäbe.
Es gäbe meine beiden Kinder nicht.
Die Familienwanderung gestern hätte nicht stattgefunden.
Die vielen Bergblumen wären nicht von uns bewundert worden.

  

Es ist anzunehmen, niemand ausser mir hat gestern Abend im www nach der Sage des Teufelsteins gesucht, den Beitrag dazu gelesen und sich die entsprechende Sage angehört.



 
Sämtliche Begegnungen mit den mir bekannten und unbekannten Menschen hätten nicht stattgefunden. Gestern nicht und auch sonst nie.
 
 
 Ich konnte mich mit dem Schreibimpuls zuerst nicht anfreunden. Darüber nachzudenken was wäre, wenn es mich nicht gäbe, löste nicht nur schöne Gefühle aus. Gedanken um das Leben, den Tod und die Trauer begleiten mich schon so viele Jahre und immer wieder, dass ich keine Lust verspürte, mir zu überlegen, was wäre wenn...

 
  Aber wie immer hat alles zwei Seiten. Eine Positive und eine Negative. Oft wissen Menschen die Positiven Seiten nicht zu schätzen, wenn sie die Negativen nicht kennen gelernt haben. Diese Überlegung löste Dankbarkeit aus. Dankbarkeit dass ich hier leben darf, dass ich die Vielfalt unserer Natur bestaunen darf, dass ich meine Familie habe, meine Freunde, meinen Mann und meine Kinder. Und trotz meiner Trauer auch Dankbarkeit für all jene Menschen, die mir vorausgegangen sind.

Ich widme diesen Beitrag meiner Mama. Sie wäre heute 66 Jahre geworden. Traurig aber dankbar für alles was wir mit ihr erleben durften.

Ich bin gespannt welche weiteren Impulse mich beim 16-wöchigen Kurs (Ich.Heute.Hier) erwarten. Gebucht habe ich ihn bei Barbara Pachl-Eberhart. Vielleicht habt ihr Lust auf ihrer Seite reinzuschauen. Barbara Pachl-Eberhart hat vor 10 Jahren durch einen Unfall ihren Mann und ihre beiden Kinder verloren. Sie hat diesen tragischen Schicksalsschlag im Buch "Vier minus drei" veröffentlicht. Ich bin durch das Buch "Federleicht - die kreative Schreibwerkstatt" auf sie aufmerksam geworden. Federleicht und Kreativ ist ihre Gabe, Gefühle in Worte zu verfassen.
 
Ich wünsche euch einen federleichten und schönen Sonntag.
Paula
 


Kommentare

  1. Schöne aber auch nachdenklich machende Gedanken hast du uns aufgeschrieben. Sich solche Gedanken zu machen, sie zu formulieren ist sicher intensiv und spannend. Würdest du das aber jeden Tag tun, so wäre das Ganze so alltäglich und nicht mehr mit so viel Tiefe verbunden. Geniesse auch diese Momente.
    Ich wünsche dir recht viel Spass auf deiner Schreib-Entdeckungsreise.
    Herzliche Grüsse Simone

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  2. Schön, dass es dich gibt!
    Herzlichst Rita

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  3. Da hast du absolut Recht ! Toller Beitrag.In unserem Seiser Alm Hotel sah es ähnlich aus wie bei dir.Super schöne Fotos und alles Gute.
    LG Heidi

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  4. liebe paula, so eine schöne idee! unweigerlich habe ich mir die frage gestellt, was wäre, wenn deine liebe mama nicht gewesen wäre... von barabara pachl habe ich noch nie gehört. danke für deinen hinweis!
    und danke für's mitnehmen auf eure wunderschöne wanderung!
    das mit dem teufelsstein ist lustig! wir haben im kanton uri in göschenen ja auch einen und die sage dazu hat viele paralellen zu eurer. das mystische denken unserer vorfahren in den alpen hatte offensichtlich immer wieder ähnliche motive.
    ♥ monika

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  5. danke für den beitrag! und den input zum kurs... gerade vor 2 wochen kaufte ich ihr federleicht buch... durch umzug meines vaters ins heim u dem auflösen der wohnung kam lesen allerdings zu kurz... hast du das buch? ❤️ monia

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    1. komisch flog nun das zusatzteil raus? ich meinte das 4-3 buch... tippte einfingrig da kater meinen anderen arm belagerte das geht echt nicht gleich gut haha...

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    2. Ja ich habs gestern erhalten und schon fast fertig gelesen. Sehr berrührend und zugleich sehr Trost spendend. Ich habe mich in vielem wieder erkannt in meiner Trauer.

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  6. Ziemlich nachdenklich, dein Post. JA was wäre, wenn es mich nicht gäbe? So manch einer würde vielleicht friedlicher leben, ohne mein Dasei. Oder würde so manch einer auch etwas vermissen? Stimmt, die Monster wären nicht, der Kerl hätte vielleicht nie geheiratet. Welche Wege wären die Freunde ohne mich gegangen. Boah, was für Fragen!
    du lässt mich nachdenklich zurück.
    Lieben Gruß
    Andrea
    (einen tollen Blog hast du!)

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