Über die Grenze

By Paulas Haus - Oktober 17, 2020


Sollen wir? Oder sollen wir nicht? Über die Grenzen in Urlaub fahren. Das haben wir uns lange gefragt. Noch im Sommer konnten wir es uns nicht vorstellen. Mit Maske an den Strand? Zum Einkaufen? Was für unsere Nachbarländer längst Normalität war, kannte man bei uns nur in den öffentlichen Verkehrsmitteln. Und einigen Kantonen. Die Maskenpflicht. 

Ein Blick auf den Wetterbericht hat uns schliesslich dazu bewogen, das Wagnis Auslandreise einzugehen. Ein bisschen mulmig war mir schon. So als würde man explosionsgefährdetes Gebiet betreten. Das Gefühl lässt sich schwer umschreiben. Seit Corona herrschen in unseren Köpfen unsichtbare Grenzen, von denen uns immer wieder eingetrichtert wird, bis hier und nicht weiter. Aber immer war da auch diese innere Stimme, die mir eingeflüstert hat, es zu wagen. Jederzeit die Möglichkeit zu haben, nach Hause zu reisen. 

Und was soll ich sagen? Ich fühlte mich oft sicherer als zu Hause. Ans Masken tragen gewöhnt man sich rasch, weil, alle anderen tragen ja auch eine. Und wer uns kennt, kann sich denken, dass wir keine Menschenansammlungen gesucht haben. Der Camping war zwar gut besucht, aber die Hygienemassnahmen waren um einiges besser, als ich es auf einem Camping im Wallis erlebt habe diesen Sommer. Und so genossen wir zehn Tage Sonnenschein, Wandern, Rad fahren, baden und dolce far niente auf Elba. In der zweiten Woche war das Wetter zwar nicht mehr ganz so toll, aber immer noch einiges besser als zu Hause. 

Ich schicke euch ganz viele Bilder zum träumen, von einer Zeit, die uns hoffentlich wieder mehr Reisefreiheit und Nähe bescheren wird. Denn die Nähe vermisse ich ehrlich gesagt ziemlich stark. Die Umarmungen, den Händedruck. Und ab Montag wird es auch mit einem Lachen im Gesicht vorbei sein, wenn in unserem Kanton die Maskenpflicht eingeführt wird. Insofern bin ich doppelt froh um die Reise. Erfahrung mit Verhüllung haben wir nun bereits gesammelt. ;-) Und auch wenn die Zeiten wirtschaftlich und gesellschaftlich ungewiss sind, müssen wir uns immer wieder in Erinnerung rufen, wie gut wir es haben in einem Land zu wohnen, mit ausreichend ärztlicher Versorgung.




















 Ich wünsche euch weiterhin gute Gesundheit und viel Kraft für diese besondere Zeit.

Liebe Grüsse Paula

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1 Liebe Worte

  1. Schön von dir zu lesen! Deine Bilder sind traumschön! Das Meer habe ich dieses Jahr sehr vermisst! Deine Zeilen sprechen mir aus dem Herzen. Ich versuche, mich an den kleinen Dingen zu erfreuen und stürze mich in viele kreative Projekte...
    Bleib gesund!
    Heitere Grüsse Britta

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Herzlichen Dank, dass Du Dir Zeit genommen hast, ein paar liebe Worte da zu lassen.