Sommerferien oder Glücksliste #7

by - Juli 16, 2021


Unsere Familienferien sind bereits um. Und wie könnte es anders sein, wir sind von den Bergen in die Berge gereist. :-) Genau genommen nach SCUOL ins Unterengadin. Dort wo der Schellenursli seine Heimat hat. 




Wir wurden empfangen von Sonne und einem halbleeren Camping. Beides nicht selbstverständlich bei der aktuellen Pandemie- und Wetterlage. Während im Rest der Schweiz die Campingplätze vielerorts ausgebucht waren, fanden wir hier das pure Gegenteil. Es sollte uns recht sein,  so genossen wir einige schöne Tage am äussersten Ost-Zipfel der Schweiz. 


Eine besondere Velotour führte uns von Motta Naluns herunter über das hübsche Dörfchen Ftan, für einen Picknick Zwischenstopp zum Badsee Lai Padnal und von dort zurück ins Dorf zum Camping. Leider habe ich ganz vergessen von den traumhaften Ausblicken zwischen Berggipfeln und Blumenwiesen ein paar Fotos zu machen. 



Des weiteren stand noch ein Wanderung im Val S-Charl auf dem Programm. Aber irgendwann erreichten die Regenfronten auch unsere Feriendestination. Wir wurden überrascht von Nebel, Hagel und Kälte. Flip Flops wurden getauscht gegen Daunenjacke und Bratchäs. 



So beschlossen wir unser Lager abzubrechen und weiterzuziehen. Rund 60 Kilometer, etwa 15 Kilometer von der Schweizer Grenze entfernt, fanden wir die Sonne wieder und einen Zeltplatz, welcher all unsere Erwartungen übertraf. Die Parzellen waren ungewohnt gross, fast schon riesig und umgeben von Kiefern. Nachbarn gab es nur wenige, die Plätze rundherum konnten für Spiele und Radfahren ebenfalls genutzt werden. 


Wir genossen laue Sommerabende ...


Haben Kaffee im Bialetti gekocht ...


gebastelt ...


Weihnachtsdeko gesammelt :-)


... und arrangiert ...


gespielt ...


geflochten ...


in der Hängematte gechillt ...


die Sonne genossen ...


in den Himmel geguckt ...


gelacht ...



gestaunt ...



ausgeruht ...


fotografiert ...


geschmaust ... 


gebadet ...


und zum Schluss wieder dem Regen gelauscht. 


Das war dann auch der Zeitpunkt, wo wir unser Habseligkeiten wieder eingepackt haben, zusammen mit vielen lustigen Momenten in unserem Reisetagebuch. Nun sind wir gespannt, was der Rest der Sommerferien noch für uns bereit hält. Hoffentlich viel Wärme und Sonne. Ich werde mir derweil beim Zahnarzt einen Schneidezahn flicken lassen. Ein unliebsames Feriensouvenir, eingefangen bei einem Sturz Flugs über das Lenkrad beim Radfahren. Nicht etwa auf einem Trail, sondern auf der flachen Strasse. Was bin ich froh, dass ich den Helm aufhatte. Nie mehr werde ich ohne ausrücken. Erst am Abend im Bett wurde mir bewusst, wie viel Glück ich hatte, was alles hätte passieren können. Danke ihr lieben Schutzengel im Himmel! 



Gelacht wird erst mal hinter vorgehaltener Hand und mit geschlossenem Mund. Die Schürfungen verheilen gut. Der blaue Fleck am Kinn ist dank der Sonnenbräune nur noch halb so auffällig. Aber in Anbetracht was mit den Menschen in Belgien und Deutschland gerade passiert bei den Unwettern, sind das lauter Bagatellen. Unglaublich! Aber noch unfassbarer finde ich, dass es immer noch Menschen gibt, die meinen es läge nicht am Klimawandel. Nein, daran liegt es nicht. Das IST der Klimawandel. Flut-und Hitzewellen. Und vielleicht erst der Anfang der Katastrophen. Dennoch gab es in den letzten Tagen auch eine erfreuliche Nachricht. Venedig verbannt die riesigen Kreuzfahrtschiffe aus dem Hafen. Ab dem 1. August dürfen sie nicht mehr in die Lagunen fahren.

Die Kinder haben mich nach der Heimfahrt gefragt, ob und wie unsere Ferien dem Klima geschadet haben. Sie wissen, dass die Auto-Fahrten an die Feriendestinationen Co2 ausgestossen haben. Vor Ort haben wir das Auto allerdings nicht benützt. Wir waren mit den Fahrrädern oder öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs. An beiden Orten waren die ÖV's kostenlos. :-) Beim zweiten Camping wurden die Sanitären Anlagen mit einer eigenen Solaranlage betrieben. Und eingekauft haben wir in lokalen kleinen Geschäften. Die Himbeeren aus der Region waren ein Traum, genauso wie das Gemüse aus dem Bioladen. Insofern konnte ich den Kindern mit fast gutem Gewissen antworten: Ja, die Ferien waren fast klimaneutral. 


Ich wünsche euch ein schönes Wochenende. 

Liebe Grüsse Paula

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1 Liebe Worte

  1. Endlich schaue ich auch mal wieder auf deinem Blog vorbei. Du hast wieder so schöne Ferienbilder mitgebracht! Da kriege ich richtig Lust, auch bald mal wieder wegzufahren. Der Brüller waren natürlich die Älplermagronä ;-). Der könnte gut auch von mir sein.
    Hachz, und mit die zwei Wäschpi! Nostalgie pur! Seid ihr mit denen gefahren?
    Ob deinem Unfall bin ich ganz schön erschrocken. Hoffentlich ist in der Zwischenzeit alles gut verheilt und der Zahn geflickt.
    Sonnige Grüsse, Monika

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Herzlichen Dank, dass Du Dir Zeit genommen hast, ein paar liebe Worte da zu lassen.

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