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Paula's Haus


Nachdem die Jahreszeiten im Wichtelhaus ein- und wieder auszogen sind, kommt das kleine Häuschen von unserem Hauswichtel Birki jetzt im Weihnachtszauber daher. Manchmal frage ich mich, wer eigentlich mehr Freude daran hat; die Kinder oder ich? Umso grösser ist meine Freude, dass mir Birki dieses Jahr mit dem Adventskalender hilft. Wir haben nämlich (noch) keinen. Ich hatte die letzten Wochen viel um die Ohren und fand kaum Zeit mich um die Überraschungssäckli zu kümmern. Zudem konnte ich mich bis jetzt so gar nicht anfreunden mit dem Gedanken, dass Weihnachten vor der Tür steht. Ich mag überhaupt nicht an Heilig Abend denken. Die Vorstellung, dass meine Mama dieses Jahr zum ersten Mal in meinem Leben nicht mit mir Weihnachten feiert, macht mich einfach nur traurig. Nichts desto trotz möchte ich die Adventszeit und auch Weihnachten der Kinder wegen so schön wie möglich gestalten. Wir reden offen über das Thema Trauer und sie sind sich mittlerweile gewohnt, dass mir manchmal aus dem Nichts die Tränen in die Augen steigen. Und sie wissen, dass ich Bammel habe vor dem Weihnachtsfest. Aber sie sind Kinder und machen so gesehen auch vieles leichter, weil sie selbstverständlich damit umgehen.


Dass Birki dieses Jahr für die Adventssäckli zuständig ist, fanden die Kinder Anfangs nicht so eine tolle Idee. Ich glaube sie trauen ihm nicht. Aber da können sie unbesorgt sein. Ich bin mir ganz sicher, dass er die Kinder nicht im Stich lässt.


Heute lagen unverhofft seine Gummistiefel und die rote Mütze vor seiner Tür. Ziemlich unordentlich, wie kleines Fräulein festgestellt hat. Einfach nur hingeschmissen hat er die Stiefel. Zssss… Ich habe eh das Gefühl, dass er den ganzen Sommer über im Wald unterwegs war. Es war sehr ruhig und wir haben auch nie mehr einen Brief erhalten seit Ostern. Aber ich kann ihn verstehen, das Wetter war einfach nur prächtig über mehrere Monate. Wer will da schon im Haus rumhocken. 



Tja nun sind wir mal gespannt, ob morgen etwas vor der Tür liegt. Ich halte euch auf dem Laufenden. Die Samichlauslaternen aus den letzten Jahren zieren derweil das Birkenhaus.


Ich wünsche euch eine schöne Adventszeit. Die nächsten Tage zeige ich euch dann, was ich anstelle des Adventskalenders für die Kinder gewerkelt habe. All jene die bei Instagram sind, haben da schon etwas Vorsprung. ;-)

Liebe Grüsse Paula

November 30, 2018 No Liebe Worte

Darf ich vorstellen: Das ist PAULA, meine neue Rucksacktasche. 
Aus beschichteter Leine und Wachstuch. 


Paula begleitet mich im Alltag, auf Spaziergängen, beim Einkaufen und auf Reisen. Sie ist eine Allrounderin und passt daher recht gut zu mir. Der Reissverschluss von Paula schützt vor Regen und neugierigen Blicken.


Zufällig passt Paula auch zur selbst genähten Mütze aus Jersey. :-)


Der lange Bändel an der Rückseite wird nach unten gezogen und verwandelt Paula in einen Rucksack. Leider war Paula beim Fotoshooting ziemlich zerknittert. Die Tasche, nicht ich. Aber so sehe ich morgens nach dem Aufstehen manchmal auch aus. Die Spuren von Ü40 sind dann nicht zu übersehen. Wenn ich um 6.30 Uhr in den Spiegel schaue, frage ich mich manchmal, ob das wirklich ich bin oder mein zerknittertes Kissen, welches mir da entgegen blinzelt. Geht euch das auch so? (Ach ich bin abgeschweift.)


Die Innenfächer von Paula helfen Ordnung zu halten. (Vielleicht sollte ich meinem Näh- und Bürotisch auch Innenfächer verpassen?) 



Und wer mir nicht glaubt, dass der Taschenrucksack Paula heisst, sollte mal hier reinschauen, denn von da habe ich das Schnittmuster und den Stoff als Gesamtpaket inkl. Gurten und Reissverschlüssen bezogen. Einzig das runde Label mit Stern habe ich aus einem Resten SnapPap selbst entworfen und aufgenäht. Tja und wenn das Wetter bei uns auf 1000 Meter über Meer weiterhin so traumhaft schön bleibt, passt Paula noch eine Weile in die herbstliche Landschaft mit ihrem fröhlichen Gelbton.

Ich wünsche euch einen schönen Tag.
Liebe Grüsse Paula

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November 21, 2018 5 Liebe Worte

Habt ihr die vergangenen Wochen auch die warmen Herbst-Stunden genossen? Oder sitzt ihr womöglich unter einer dicken Nebelschicht?  Wir wohnen auf 1000 Meter über Meer und haben das Glück meistens über dem Nebel zu sein. Hier warten allerdings viele sehnlichst auf den Schnee. Ich geniesse derweil die Sonne in vollen Zügen. Aber es wurde die letzten Tage merklich kühler.  Ich hatte nach unseren Ferien ziemlich mühe die Tage wieder drinnen zu verbringen. Umso mehr geniesse ich es, wenn die Sonnenstrahlen durchs Wohnzimmerfenster helle Lichtpunkte in den Raum werfen. Als ich neulich gemütlich im Liegestuhl lag und ein Kapitel über Dankbarkeit las, wurde mir einmal mehr bewusst, wie schön wir es doch haben.


Seit meine Mutter gestorben ist, sind diese Dankbarkeits-Momente noch einmal viel intensiver geworden. Wenn die Traurigkeit droht über mich herzufallen, halte ich Ausschau nach Dingen, für die ich dankbar bin. Dankbar trotz allem. Sie helfen mir wie ein Anker, mich in der Trauer nicht zu verlieren. Dann betrachte ich ein Schneckenhaus in all seinen Details, suche den Himmel ab nach Wolken die aussehen wie Engel und lasse die Sonne meine Haut küssen. Meist hilft es. Nicht immer. Aber so ist es mit der Trauer. Sie kommt und geht wie es ihr passt, wie ein ungebetener Gast. Meist dann, wenn wir so gar nicht mit ihr rechnen. Die Welt dreht sich derweil einfach weiter.



Vor 4 Jahren habe ich den Blog „in lauter Trauer" entdeckt. Ich schaue immer mal wieder rein. Die Texte von Silke sind einfühlsam, berührend und schonungslos ehrlich. Ihre Texte haben mir geholfen eine trauernde Freundin zu begleiten, aber auch meine Mitmenschen, denen ähnliches passiert ist, besser zu verstehen. Aktuell lese ich die Texte vorallem für mich. 


Der Bildausschnitt des Textes gehört zum Buch "Ein Teil von mir. Meine Trauer umarmen und weiterleben". Das Buch findet ihr hier. 
Ich habe das Buch spontan mit einem Brief an zwei Frauen geschickt, denen ich mich auf unerklärliche Weise verbunden fühle. Wir kennen uns nur flüchtig, aber beim Lesen des Buches habe ich oft an die beiden gedacht. Sie haben beide einen schweren Verlust erlitten und mir war danach, ihnen etwas Zuversicht zu schicken, gedanklich und in Worten. 


Der Tod und die Trauer sind nach wie vor Tabuthemen. Ich fände es schön, wenn unsere Gesellschaft sich mehr dafür öffnen würde, denn sie gehören zum Leben wie die Geburt. Aber wahrscheinlich ist es ein Wunschdenken, in einer Zeit die geprägt ist von Erfolgsdenken und chronischem Zeitmangel. Nichts desto trotz schreibe ich immer mal wieder darüber. Ihr könnt es also lesen oder wegklicken. ;-)





Diese stimmigen Bilder habe ich letztes Wochenende aufgenommen. Ich war mit meinen Lieblings-Tantis auf dem Stoos. Die Aussicht dort oben ist überwältigend. Der Spätherbst hat sich in voller Pracht präsentiert. Solche Tage sind wie Balsam, wenn mich die Trauer mal wieder wie ein Schleier begleitet. 

Ich wünsche euch einen wunderschönen Tag.
Liebe Grüsse Paula

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November 16, 2018 4 Liebe Worte

Ihr erinnert euch sicher an meine Heft und Ringbuch Produktion im September. Mittlerweile sind zwei weitere dazu gekommen. Aus selbst bedrucktem Papier und einem Buchrohling (Leere zusammen geklebte Seiten ohne Buchrücken) habe ich mir ein kleines Notizbuch gemacht. Darin notiere ich allerlei Momente. Solche die mir zu Herzen gingen, die mich zum Lachen, zum Weinen oder zum Nachdenken gebracht haben. Manche haben erst statt gefunden, andere sind Erinnerungen aus früheren Zeiten. 



Das zweite ist ein Ringbuch, welches ich als kreatives Tagebuch benütze. Den einen vielleicht bekannt als Art-Journal. Daran habe ich richtig Freude bekommen. Ich zeichne, male oder klebe immer mal wieder eine Seite, je nachdem wie ich gerade Lust dazu habe.

 




Manchmal schreibe ich ein Gedicht ...




Oder ich schneide etwas aus einer Zeitschrift und mache daraus eine Collage.



Bis jetzt sind die Einträge recht herbstlich. Ich kann gar nicht glauben, dass in zwei Wochen Adventsbeginn ist und mir ist überhaupt nicht danach, irgend etwas zu dekorieren. Eine Portion Schnee würde da sicher helfen. Und bei Dir?

Liebe Grüsse Paula


November 14, 2018 5 Liebe Worte

Habt ihr Lust auf eine Reise kreuz und quer durch Sardinen? Ich nehme euch mit auf einen Streifzug in unberührte Natur, zu menschenleeren Stränden und sardischer Kultur.


Ende September habe ich euch ja bereits erzählt von meinem Fernweh. In Erinnerung an frühere Reisen sehnte ich mich nach einem Wiedersehen mit der italienischen Insel. Schon vor vielen Jahren hat sie mein Herz erobert. Als wir am 7.Oktober mit der Nachtfähre ab Genua ins Mittelmeer stachen, waren wir voller Vorfreude. Im Gepäck eine Portion Hoffnung auf sonniges Wetter. Aber wie das Leben so spielt, kam das Wetter anders als erwartet und selten so wie vorhergesagt. Gottlob hatten wir die Campingausrüstung dabei und uns nicht wie im letzten Jahr für eine Ferienwohnung entschieden. Wir waren flexibel unseren Aufenthaltsort dem Wetter anzupassen. Nach der Ankunft in Olbia reisten wir Richtung Norden auf einen Camping im Golf von Arzachena. Ein paar Tage später wollten wir an die Ostküste zum Klettern, entschieden uns aber wegen des Wetters für einen Abstecher an die Westküste. Während Teile des Südens von sintflutartigen Regenfällen, Überschwemmungen und Stürmen heimgesucht wurden, genossen wir oben im Westen herrlichstes Herbstwetter, traumhafte Sonnenuntergänge und fast Menschenleere Strände. 



Auf einem einfachen Camping, etwas ausserhalb von Bosa, verbrachten wir 3 Tage mit baden, schwimmen und lesen. Mein Mann erkundete die Umgebung mit dem Velo. Abends, wenn die Sonne sich blutrot im Meer verabschiedet hatte, breitete sich der Sternenhimmel magisch über uns aus. Inmitten wilder Natur durften wir Libellenschwärme, Nachtfalter und Fledermäuse beobachten und das Zirpen der Grillen vernehmen. Abgeschirmt von Kunstlicht, Handy- und Internetempfang luden sich unsere eigenen Batterien auf und weckten Lust auf weitere Abenteuer.


Die Kinder genossen den Sand und das Wasser. 



Nach den gemächlichen Tagen an der Westküste starteten wir einen weiteren Versuch Richtung Osten. Auf der Fahrt quer über die Insel, machten wir einen Abstecher nach Orgosolo. Der Ort im Herzen der Barbagia, inmitten hügeliger wilder Landschaft, lohnt sich vor allem wegen der Murales (Wandmalereien). Ich habe längst nicht alle fotografiert. Man kommt aus dem Staunen nicht heraus, beim Betrachten der Bilder, welche von früheren Kriegen, Bräuchen und der sardischen Kultur erzählen.  









Im Herbst finden in dieser Gegend verschiedene Herbstfeste statt. Unter dem Namen "Autunno in Barbagia" laden die Dörfer ein, ihre Traditionen und Bräuche kennen zu lernen. Umso schöner, dass das Herbstfest in Orgosolo bei unserem Besuch stattfand. Es gab Kunsthandwerk zu bestaunen und Leckereien wie Honig, Käse, Würste und Brot zu kaufen.




Anschliessend führte unsere Reise (endlich) an die Ostküste. Aber der Abstecher war nur von kurzer Dauer. Kaum hatten wir unser Lager aufgeschlagen und für einen Tag das Klettern genossen, meinte Petrus, er müsste seine Meinung in Sachen Wetter wieder ändern. Eine grosse Portion Regenschauer und keine Aussicht auf Besserung, veranlasste uns ein weiteres Mal, weiter zu ziehen. Zum dritten Mal quer über die Insel, wieder Richtung Norden.


Kaum angekommen in Marina die Sores, einem langen Küstenabschnitt nahe bei Porto Torres, entdeckten die Kinder die vielen Muscheln am Strand. Sohnemann konnte es kaum erwarten in den Wellen zu springen, während Papi so langsam aber sicher die Nase voll vom Reisen, neuen Orten und dem Strand hatte. Wie gerne hätte er die nächste Fähre gebucht, um nach Hause zu fahren. Aaaber… die Kinder und ich schickten uns ein weiteres Mal in die neuen Begebenheiten und genossen die Meeresluft und das süsse Nichtstun. Noch immer schlummerte der Traum der Ostküste in unseren Gemütern. Die Aussicht auf das beste Gelati, das tollste Restaurant, Cozze à la marinara UND natürlich die tollen Kletterfelsen.


Aber erst Mal wollten Muscheln bestaunt werden... :-)





Plastik gesammelt und sortiert werden... :-(



Fussspuren hinterlassen ...


und die Dünen erkundet werden...



… bevor es dann ein viertes Mal quer über die Insel ging. Noch einmal an die Ostküste nach Cala Gonone, an den Ort, der es mir schon vor vielen Jahren angetan hat mit seinem Charme. Wer im Sommer dort hin fährt, mag mir widersprechen, aber im Herbst hat das kleine Dorf, eingebettet in einem Kessel aus Felsen, mit seinen überaus zuvorkommenden und freundlichen Menschen etwas Liebliches.  



So genossen wir die letzten vier Tage beim Klettern, Baden und fein Essen. Und mit jedem dieser Tage schien auch Papi seinen Frieden mit diesen Ferien wieder zu finden. :-)







Vielleicht kennt ihr das, es gibt Orte, da hast du das Gefühl zu Hause zu sein.
Cala Gonone ist für mich so ein Ort.


Ich hätte nicht gedacht, dass sogar der Anblick eines Toiletten-, Abwasch- und Duschhauses dieses Gefühl auslösen könnte. :-)



Die zwei Wochen vergingen wie im Flug, angereichert mit vielen neuen Eindrücken.


Die Reise verlief nicht ganz wie geplant. Viel zu viele Autokilometer. Aber die verschiedenen Klimazonen der Insel bescherten uns Dank unserer Flexibilität eine Menge Sonne und Abenteuer. Ich komme wieder, wildes Sardinien, trotz Wetterkapriolen ;-)


Genua und das Festland begrüssten uns mit diesem Sonnenaufgang.


"Happy Home" hiess es dann mit Sonnenschein, im Gepäck süsse Clementinen als Andenken.

* * * * *
Uff, das war jetzt aber ein langer Rückblick. Ich hoffe er hat euch gefallen?
Liebe Grüsse Paula

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November 03, 2018 3 Liebe Worte
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Willkommen in meinem Blog.  Ich bin Paula, eine kreative und Naturverbundene Mama aus der Zentralschweiz. Meine Tage haben selten genug Stunden, um all meine Visionen und Ideen umzusetzen. Ich wünsche euch viel Freude beim Lesen und Stöbern.


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