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Paula's Haus


Dass mein Herz für selbstgemachte Stempel schlägt, habt ihr ja bestimmt schon mitbekommen. Schon länger hat es mich in den Fingern gejuckt, ein paar Neue zu gestalten. Und wie immer, wenn ich so richtig im "Flow" bin,  wird dann jeweils am Fliessband gewerkelt. 



 Entstanden sind zwölf winterliche Karten mit einer versteckten Kleinigkeit.


Im kleinen Paket auf dem Schlitten verbirgt sich nämlich ein Herzerwärmender Tee, um im Trubel des Alltags einen Moment Inne zu halten.



Verschlossen habe ich das Päckli mit einem gestanzten Herz, welches mit abziehbarem Leim befestigt ist, so wie man es aus der Werbung in Zeitschriften kennt. Ihr wisst schon, diese kleinen Muster, die überall kleben, die niemand braucht und die nerven beim rumblättern. Ich hoffe allerdings, dieses kleine Herz hat beim Öffnen viel Freude bereitet. ;-)


Die Vögel zwitschern allerlei von den Schlitten, wie Gugus oder Hallo und die Schneeflocken tanzen derweil um die Wette.


Die Rückseite wurde passend zur Vorderseite mit einer Tasse und Teebeutel bestempelt. Auch diese habe ich selber geschnitzt. Und natürlich durften ein paar liebe Worte für die Empfängerinnen nicht fehlen.


Eine Empfängerin durfte sich zusätzlich über ein Stoffherz mit fein duftendem Lavendel freuen.


Dank Webstamp passten sogar die Briefmarken zu den Karten. Ich brachte die Briefe zum nahe gelegenen Briefkasten und konnte kaum erwarten, bis die Hübschigkeiten ankamen.



Via Instagram habe ich vor Einwerfen der Post erfahren, dass Frau Rösi kürzlich Geburtstag hatte. Darum kritzelte ich einen speziellen Vermerk auf den bereits zugeklebten Umschlag.


Überrascht habe ich mit den Stempelfreuden elf Blogerinnen und eine Leserin von Paula's Haus. All die schönen Karten entstanden anlässlich von Nicoles Blogparade "Ein Herz für Blogger". Danke für den kreativen Anstoss, liebe Nicole. Es hat wieder viel Freude gemacht. Das letzte Mal habe ich vor drei Jahren Karten mit Herzen gestaltet. Und wer weiss, vielleicht mögt ihr eine davon ja als Idee für den Valentinstag nehmen? Mein Mann jedenfalls meinte, er würde sich freuen. :-)

Tja und manchmal rufen die Spatzen vom Dach, dass jemand Geburtstag hat.


So entstanden zusätzlich leicht abgewandelte Formen der Karte, über die sich drei Geburtstagskinder diese Woche freuen durften. Für meinen Göttibuben (Patenkind), der bereits 17 wurde, habe ich anstatt des Tee's, ein Nötli (Geldschein) ins Päckli auf dem Schlitten gesteckt.  

Kreative Grüsse Paula

Als Inspiration für diese Briefpost, dienten die Stempel von Perlenfischer. Ich bin ein grosser Fan dieser Stempel und verlinke die Seite gerne, unbezahlt, einfach weil ich weiss, dass dahinter kein grosser Konzern steckt, sondern eine kreative Frau wie ich. 

* Werbung (unbezahlt), da Ortsnennung, -Erkennung u. Verlinkung
Januar 31, 2019 16 Liebe Worte
19. Januar 2019, 17.20 Uhr

Hey ihr Lieben. Ich mache wieder mit beim 12tel Blick. Eva Fuchs sammelt auf ihrem Blog jeden Monat Bilder mit dem gleichen Fotoausschnitt. Eine Sammlung quer durch alle Jahreszeiten. Ich habe vor sechs Jahren schon einmal mitgemacht, aber damals wurde mein geliebtes Fotosujet so abrupt geändert, dass ich vor lauter Frust den Kopf hängen liess und aufgab. Heute kann ich darüber nur schmunzeln, denn mal ehrlich, wer gibt wegen sowas schon auf. Damals gehörte ein gelber Bauwagen zu meinem Fotoausschnitt, der eines Tages einfach weg war. Sehr zu meinem Bedauern. 


Diesmal habe ich als Fotoausschnitt unseren Blick aus dem Küchenfenster gewählt. Ich hoffe ja sehr, der Baum und der alte Schopf bleiben stehen. ;-) Ich habe im Verlaufe des Januars verschiedene Fotos gemacht, denn der Ausblick fasziniert mich fast täglich, seit wir vor fast fünf Jahren hier eingezogen sind. Wer mir auf Instagram folgt, kennt den Ausschnitt bestimmt. 

In der Dämmerung des Morgenlichtes, 11. Januar 2019,  8.10 Uhr

Mittags auf der Sonnenseite, 18. Januar 2019,  13.00 Uhr

30.Januar 2019, 17.00 Uhr, im Zauber der Abendstimmung. 

30. Januar 2019 um 17.20 Uhr

Mittags im Schneetreiben, 9. Januar 2019, 12.42 Uhr

Nochmals morgens, mit Blick auf die Sonnenbeschienen Berge, 20. Januar 2019, 9.00 Uhr

Nun bin ich gespannt, welche Ausblicke sonst noch bei Eva zu entdecken sind und wie sie sich im Laufe des Jahres verändern. 

Liebe Grüsse Paula




https://evafuchs.blogspot.com/search/label/12telBlick

Januar 30, 2019 17 Liebe Worte

Willkommen zu einer neuen Woche Kurzgeschichten. Ich hoffe ihr seid gut in den Alltag gestartet, das fünfte und letzte Stichwort im Januar.



Erwachen. Aufstehen. Anziehen. Kinder wecken. Frühstück machen. Kinder zum Frühstück rufen. Nochmals rufen. Wieder rufen. Erneut rufen. Gemeinsam frühstücken. Pausenbrot bereit machen. Kinder verabschieden. Mann verabschieden. Frühstück wegräumen. Über Legosteine steigen. Fenster öffnen. Betten machen. Zähne putzten. Wäsche sortieren. Wäsche einwerfen. Fenster schliessen. Einkaufszettel schreiben. Schuhe und Jacke anziehen. Fahrrad rausholen. Ins Dorf fahren. Einkaufen. Nach Hause radeln. Fahrrad verstauen. Einkäufe nach oben tragen. Wäsche aus der Maschine nehmen. Wäsche aufhängen. Einkäufe auspacken. Einkäufe verstauen.

Willkommen im Hamsterrad. 

Aber halt, habe ich mir nicht vor langer Zeit vorgenommen, die Tage achtsam zu leben? Die Augenblicke mit offenem Geist wahrzunehmen?

Na dann, neuer Tag, neues Glück.

Eine Melodie aus dem Handy holt mich aus dem Schlaf. Ich bleibe einen Moment liegen, bevor ich aufstehe und mich ins Bad begebe. Der Anblick im Spiegel entlockt mir ein Schmunzeln. Ich versuche, die zerzausten Haare mit Bürste und Wasser zu bändigen, bevor ich mir das Gesicht wasche und die Haut mit einer Crème einsalbe. Dann öffne ich vorsichtig die Türen zu den Kinderzimmern und begrüße unsere Kinder mit einem leisen „guten Morgen". Sohnemann räkelt sich unter der Decke. Er liebt es, vor dem Aufstehen seine Ruhe zu haben. Tochterkind sieht mich verschlafen an. Ich setzte mich neben sie, streiche sanft über ihre Stirn und liebkose sie mit Küssen. Kitzle sie am Bauch und hebe mitfühlend ihre Kuscheltiere vom Boden auf. „Na ihr Lieben, hat sie euch wieder mal aus dem Bett geschmissen letzte Nacht? Ihr Armen, kommt her und lasst euch knuddeln." Tochterkind kichert beim Anblick, wie ich mit ihren wuscheligen Freunden spreche. Ich lege die Tiere zurück unter ihre warme Decke. Dann begebe ich mich in die Küche, um das Frühstück vorzubereiten. Ich öffne das Fenster und schnaufe die eisig kalte Morgenluft ein. Obwohl es noch dunkel ist, erkenne ich das Versprechen des klaren Himmels und der gut sichtbaren Konturen des Bergpanoramas, auf einen traumhaft schönen Tag. Ich hole Butter, Marmelade und das selbst gebackene Brot hervor und decke den Tisch. Ziegenkäse für Tochterkind, geschnittene Orange für meinen Mann und Müsli für Sohnemann. Ich freue mich auf eine Tasse Tee und Kaffee. Zeit, nachzuschauen, ob die Kinder mittlerweile angezogen sind. Sie sitzen in ihrem Lego Chaos, gedanklich abgetaucht in fremde Galaxien. Ich bitte sie zum Frühstück. Herzmann kommt verschlafen aus dem Badezimmer und begrüßt mich mit einem Kuss. Wir umarmen uns und fragen gegenseitig, wie wir geschlafen haben. Zurück in der Küche lasse ich Kaffee in eine Tasse laufen und setze Tee auf. Ich betrachte den Spruch am Bändel des Beutels: Ziel des Lebens ist es, sich an jedem Moment zu erfreuen. Hat was. Ich rufe mehrmals nach den Kindern und nehme am Esstisch Platz. Im Minutentakt verhallen meine mahnenden Worte im Flur. „Lass sie, dann gehen sie halt mal ohne Frühstück aus dem Haus.", meint mein Mann gelassen. „Nein. Ich halte das Theater nicht aus, wenn sie ohne los müssen.", entgegne ich mittlerweile leicht gereizt. „Aber nur so lernen sie, dass es Konsequenzen hat.", argumentiert mein Mann. „Stimmt ja. Trotzdem. Ich habe am Morgen keine Nerven für sowas. Lieber nerve ich mich, dass sie nicht kommen." Ich werde mir der Widersprüchlichkeit meiner Worte bewusst und lache. „Okay. Geniessen wir stattdessen die Ruhe."
Kurze Zeit später erscheinen die Kinder endlich in der Küche und fangen an zu essen. Sohnemann erzählt freudig, was er Neues erfunden hat aus seinen Legosteinen. Tochterkind plappert derweil ohne Halt und vergisst darüber ihr Käsebrot. Ich mahne sie vorwärtszumachen, damit sie nicht zu spät kommt. Unterdessen stecke ich Reiswaffeln und Cracker in die Pausenbeutel und packe alles, samt Sportzeugs, in die Schultaschen. Jetzt heißt es aber ran, Zähne putzen und Schneeanzüge anziehen. Sie hassen die vielen Schichten und freuen sich wieder auf die wärmeren Temperaturen im Frühjahr. Nachdem sie angezogen sind, verabschiede ich sie mit einem Kuss. Sie treten in den dunklen, kalten Morgen, ich schaue ihnen nach, winke und warte bis sie die Straße überquert haben. Eines der Rituale, dass fest zu unserem Alltag gehört. Genauso wie das Aufwecken, der Blick aus dem Fenster, das Anschalten der Kaffeemaschine, der Kuss meines Mannes und das gemeinsame Essen.
Ich betrachte das Chaos auf dem Esstisch und die Krümel auf dem Boden. Unter der Sitzbank hat sich ein Haufen Staub breitgemacht. Ich räume den Tisch ab, schlendere in die Kinderzimmer, balanciere über Legosteine, öffne die Vorhänge und lasse frische Luft in die Räume strömen. Beim Einfall des Tageslichtes, offenbart sich das ganze Ausmaß der kindlichen Kreativität. Ich tappe zurück über Playmobil und schüttle die Bettdecken auf. Im Badezimmer wartet ein überfüllter Wäschekorb. Außerdem schreien Duschwanne und Waschbecken nach einer gründlichen Reinigung. Aber eins nach dem anderen. Ich sortiere die schmutzige Wäsche und werfe eine Ladung Buntwäsche in die Maschine, putze mir die Zähne, schließe die Fenster und hole meinen Freund Herby aus dem Schrank. Herby, unser Staubsauger, ist mein Held. Immer wieder schafft er es, unsere Wohnung von Staubfetzen, Krümeln und Haaren zu befreien. Nachdem ich die ganze Bude gesaugt habe, stelle ich ihn dankbar zurück. Bis zum nächsten Mal. Wird vermutlich nicht all zu lange dauern, bis wir seinen Dienst wieder in Anspruch nehmen.
Erleuchtet von der Morgensonne, glühen die Berggipfel um die Wette. Ich stelle mir vor, wie es wäre,  mit den Skiern einen Hang hinunter zu flitzen. Aber du solltest putzen und einkaufen gehen, meldet sich mein Ego zu Wort. Ich checke kurz den Inhalt des Kühlschrankes, mache mir Gedanken zum Mittagessen und lese auf dem Handy die Geschäfts E-Mails. Da wir nicht an einer lebensbedrohlichen Lebensmittelknappheit leiden und es keine wichtigen Nachrichten zu beantworten gibt, entschließe ich, den Vormittag auf der Piste zu verbringen. Ich lasse Duschwanne und Waschbecken links liegen, genauso wie die Büroarbeit und das Chaos in den Kinderzimmern. Eine halbe Stunde später fahre ich mit der Bahn auf den nahe gelegenen Berg, zusammen mit einer Handvoll anderer sonnenhungriger Menschen. Die meisten kenne ich. Es sind Pensionäre oder Mami’s, so wie ich. Im Januar ist unter der Woche wenig los, ein wahrer Kontrast zu den Touristenströmen der Feiertage. Auf dem Sessellift blicke ich um mich, bestaune die verschneite Natur und den blauen Himmel. Obwohl es bestimmt das 1000te Mal ist, genieße ich den Anblick voll Dankbarkeit. Die Sonne lacht mir ins Gesicht. Außer dem Rattern des alten Liftes, höre ich nichts. Frau Holle hat ihre Decken gestern großzügig ausgeschüttelt. Eine unberührte Schneedecke liegt vor mir. Ich ziehe rasante Spuren im Pulverschnee und jauchze vor Freude. Es fühlt sich an wie fliegen. Nach sechs genussvollen Abfahrten wird es Zeit nach Hause zu kehren. Ich blicke glücklich übers Tal, zum Schulhaus, wo meine Kinder unterrichtet werden, zum Friedhof, zum Berg gegenüber, wo mein Mann arbeitet, und schicke in Gedanken, allen einen Gruß. Durchflutet, von all den Glücksgefühlen dieses morgens, hänge ich zu Hause Wäsche auf, sortiere die Post und koche nebenbei das Mittagessen. Es bleibt sogar Zeit für eine Tasse Tee und eine Runde Instagram. Putzen werde ich nachmittags. Wieder lese ich den Zettel am Bändel des Teebeutels: Schätze dich selbst und ehre deine Seele. Ein Lächeln huscht über mein Gesicht. Ja, ich habe meine Seele genährt und wurde belohnt mit einer unbändigen Energie, den Alltag anzunehmen wie er ist, mit all seinen Höhen, Tiefen, Freuden und Herausforderungen. Ich bin kein Hamster. 
* * * * * 


Schon vor langer Zeit habe ich angefangen, meinen Alltag bewusster zu gestalten, Wichtiges von Unwichtigem zu trennen. Mich immer wieder zu fragen, was meiner Seele gut tut und wie ich meinen Lieben eine Freude machen kann. Wenn mein Haushalt nicht perfekt ist, wird niemand kommen und mir die Arbeit abnehmen. Und es wird auch niemand sterben, wenn Wäscheständer rumstehen oder sich Staub breit macht. Stören tut es nur mich. Aber wenn ich gut zu meiner Seele schaue, habe ich auch immer wieder genug Energie, die Hausarbeit zügig zu erledigen. Und wer weiss, vielleicht habe ich ja irgendwann Roboter dafür. ;-)

Diese Woche ist unser Alltag ganz besonders. Die Schulkinder dürfen bis Freitag Skifahren, Langlaufen oder Snowboarden. Von der ersten bis dritten Klasse mit einem Skilehrer, ab der vierten Klasse mit den Lehrpersonen. Diese Skiwoche, wie sie hier heisst, geniessen die Schulkinder seit vielen Jahren. Es gab sie schon, als ich selbst noch zur Schule ging. Dafür haben die Kinder keine Sportferien, ausgenommen den Fasnachtsferien. Auf die Skiwoche freuen sich meist nicht nur die Kinder, sondern auch die Mamis. Skiwoche heisst eine Stunde länger schlafen am Morgen und kein Mittagessen kochen, sofern die Göttergatten nicht nach Hause kommen. Ich habe also fast die ganze Woche frei oder fast sowas wie Ferienfeeling. Ihr könnt euch sicher denken, wo ich meine Zeit verbringe? Schaut doch mal auf Instagram, dort findet ihr ein Filmchen, welches verrät, wo ich mich herumtreiben werde. Was würdet ihr anstellen mit den freien Stunden, wenn ihr eine Woche von neun Uhr morgens bis drei Uhr Nachmittags Zeit hättet?  

Da ich immer wieder gefragt werde, wie ich es schaffe, all meine Ideen und Termine unter einen Hut zu bringen, könnte ich euch bei Gelegenheit vielleicht verraten, wie ich meinen Alltag organisiere. Wär das was?

Liebe Grüsse Paula


Und hier noch die Schreibimpulse für den Monat Februar, die ich wiederum impulsiv notiert habe. Auf den ersten Blick scheinen sie ähnlich, aber auch hier gilt, sie frei zu interpretieren. Aus verkleiden wird vielleicht kleiden, aus auffallen vielleicht nur fallen, aus verbergen bergen und aus erkennen entsteht vielleicht eine Geschichte oder ein Gedicht zum Wort kennen. Ich bin gespannt, ob im Laufe des Jahres noch jemand anders als Frau Mo zu den Geschichten stösst. Bei ihr solltet ihr unbedingt mitlesen. Sie schreibt aus der Sichtweise ihrer Hunde. Das liest sich nicht nur amüsant, sondern regt auch immer wieder zum Nachdenken an. 



Inlinkz Link Party
Januar 28, 2019 8 Liebe Worte
 Hier haben nach langer Zeit wieder mal die Nadeln "geklimmpert". Entstanden sind drei Abwaschlappen aus einem schönen Baumwollgarn. Ob sie sich bewähren, wird der Einsatz zeigen. Jetzt wisst ihr auch, welches Projekt in der Stricktasche gesteckt hat. Ich habe schon seit Ewigkeiten nicht mehr gestrickt. Umso mehr Spass hat es mir gemacht.






Liebe Grüsse Paula

Januar 23, 2019 8 Liebe Worte



Die heutige Geschichte zum Thema Zukunft ist frei erfunden. Könnte sich aber so abspielen, wenn der Fortschritt der Technik so rasant weiter geht. Ich werde, so Gott will, zum Zeitpunkt der Geschichte, 85jährig sein. Werde ich dem Fortschrift gewachsen sein, wo ich den Kontakt mit Menschen über alles liebe?



Abhängig
7.42 Uhr. Alisha wird von ihrer virtuellen Fee Jenny sanft aus dem Schlaf geholt. Die Aufzeichnungen in Alishas Armbanduhr sorgen dafür, dass sie zu ihrem körperlich perfekten Zeitpunkt geweckt wird. Niemals aus dem Tiefschlaf, das wäre ungünstig für ihre Gesundheit. Jenny lässt die Verdunkelung an den Fenstern hochfahren. Warmes Sonnenlicht durchflutet den Raum. Alisha erhebt sich aus dem Bett und begibt sich ins Bad. Sie tippt mit dem Finger an den Spiegel, welcher sogleich das Gesicht scannt und die passenden Pflegeprodukte aus dem Kästchen reicht. „Guten Morgen Alisha. Es ist Donnerstag, der 24. Juli 2059. Du hast hervorragend geschlafen und siehst wunderbar aus.", ertönt die Computerstimme des Spiegels. Während Alisha sich das Gesicht wäscht und die Crème aufträgt, erscheinen auf dem Spiegel alle wichtigen Daten des Tages. Benötigte Kalorien und Vitamine, Menüplan, sowie das Fitnessprogramm. Die gescannten Daten ihrer Haut werden unterdessen an den Kleiderschrank weitergeleitet, welcher das perfekte Outfit, passend zu Alishas Teint, zusammenstellt.
Alisha geht hinüber zum Ankleidezimmer, zieht sich die vorbereiteten Kleider an und schlendert in die Küche. Der Küchenroboter  hat bereits das Frühstück vorbereitet. Der Duft von frischen Croissants und Kaffee zieht durch den Flur. Alisha setzt sich an den Glastisch im Esszimmer, auf welchem das aktuelle Weltgeschehen im Touchscreen erscheint. Der Küchenroboter serviert das Frühstück. Herby, der Hausroboter, erledigt unterdessen die Wäsche, die Reinigung der Wohnung und die Bestellung der Einkäufe. Hobots reinigen die Fenster. Jenny hat eine Liste aller fehlenden Artikel im Haushalt zusammen gestellt und sie an Herby weitergeleitet.
Nachdem Frühstück unternimmt Alisha einen Spaziergang durch den Pavillon, um zu sehen, wie das Gemüse in Hydrokultur gedeiht. Das Haus, in dem Alisha lebt, wird autark, mit Solarstrom und Erdwärme betrieben.
Da im Haus alles wie am Schnürchen, beziehungsweise wie am Roboter läuft, beschließt Alisha in den Friseursalon zu gehen. Sie bittet ihre virtuelle Fee Jenny, einen Termin zu reservieren und ein selbst fahrendes Taxi zu bestellen. Zehn Minuten später steigt Alisha ins Taxi und flitzt zum Wellnesscenter, in dem sich der automatisch betriebene Haarsalon befindet. Nachdem Gesichtsscan am Empfangstresen, wählt sie einer der vorgeschlagenen Frisuren, entscheidet sich für ein farbliches Extra und zahlt mit Fingerscan den errechneten Betrag. Dann begibt sie sich in Box Nummer vier. Per Stimmerkennung wählt sie Hintergrundgrundmusik und bestellt einen Chai Latte. Sie lehnt sich zufrieden zurück. Der Friseurroboter wäscht ihr die Haare und trägt die gewünschte Haarfarbe auf. Sie genießt es in vollen Zügen. 

Dann, ein sonderbares Geräusch. Es zischt. Es knirscht. Der Roboter fängt an zu blinken. Rauch steigt aus seinem Gehäuse auf. Das Licht geht aus. Es ist stockdunkel in der Box. Alisha bekommt Angst. „Jenny?", erkundigt sie sich nach ihrer virtuellen Freundin. „Jenny?" Aber Jenny gibt keine Antwort. Von außen sind Stimmen zu vernehmen. Das müssen die anderen Kunden sein. Das Gefühl in der dunklen Box ist beengend und ungemütlich. Vorsichtig öffnet sie die Tür. Draußen ist es ebenfalls dunkel. Sie hört Stimmengewirr. Alle reden durcheinander. Der Salon hat keine Fenster, er befindet sich im Untergeschoss des Wellnesscenters. Alisha greift nach ihrer Armbanduhr. Das Display erleuchtet, aber zu schwach, um als Lampe zu dienen. Sie harrt eine Weile aus, bevor sie wagt, sich im Dunkeln nach draußen zu tasten. Sie hält es nicht länger aus hier drinnen. Mit dem Rücken zur Wand geht sie Zentimeter um Zentimeter vorwärts. Sie verhält sich leise, schleicht wie eine Maus auf Zehenspitzen Richtung Ausgang. Sie will nicht bemerkt werden. Sie hat panische Angst. Schritt für Schritt schleicht sie vorwärts. Sie spürt den Schweiß auf der Haut, an der Stirn und den Achselhöhlen. Sie fühlt sich schwach. Aber sie will nicht umkehren. Sie will nach draußen, ans Tageslicht. Gottlob ist sie mehrmals die Woche im Center und kennt den Weg fast im Schlaf. Kurze Zeit später erreicht sie den Ausgang. Erleichterung macht sich breit. Dann vernimmt sie Männerstimmen. Sie schnappt Wortfetzen auf. „.... ein Black ... „....all?" „.... out." Was kann das bedeuten? Sie versucht wieder, mit Jenny zu kommunizieren. Vergebens. Jenny gibt keine Antwort. Wie komme ich bloß nach Hause? Alisha kennt den Weg nicht. Seit sie in die Zukunftsstraße in Dübendorf gezogen ist, war sie nur mit dem Taxi unterwegs.
Dann hört sie Schritte. Jemand kommt  in ihre Richtung. Alisha ringt nach Fassung. Sie will cool aussehen. Niemand soll merken, dass ihr der Schrecken in den Knochen steckt. Sie macht Atemübungen, so wie Jenny es jeden Tag mit ihr übt. Ein, aus, ein, aus. Die Geräusche kommen näher. Innerlich versteinert, äußerlich so locker wie möglich, lehnt Alisha an der Hauswand. Zwei Kinder kommen um die Hausecke und bleiben erschrocken stehen. Sie schauen Alisha mit weit aufgerissen Augen an und rennen schreiend los.
Alisha, die ihre undefinierbare Farbe auf dem Kopf längst vergessen hat, kann nicht ahnen, was für einen Anblick ihr Aussehen bietet. Sie ruft wieder nach Jenny. Vergebens. Sie denkt fieberhaft darüber nach, wie sie sich aus der misslichen Lage befreien könnte, als plötzlich eine ältere Dame vor ihr steht. „Alles okay, junge Dame? Sie sehen etwas mitgenommen aus. Ich möchte fast sagen leicht ausserirdisch." Die ältere Dame schaut Alisha mitfühlend an. „Ich weiss.... ich weiss nicht", stammelt Alisha. „Ja was denn nun?", fragt die ältere Frau. „Ich weiss nicht, wie ich nach Hause komme", bringt Alisha mühsam hervor. „Ich habe Jenny verloren.", ergänzt sie kleinlaut. „Ihre Freundin?", hakt die Dame nach. „Ja. Sozusagen. Meine virtuelle Freundin." „Ja da können sie lange warten. Es gab einen landesweiten Stromausfall. Da wird es wohl eine Weile dauern, bis die liebe Jenny wieder erscheint." „Ein Blackout?", krächzte Alisha voll Entsetzen. „Ja, so nennt man das glaube ich auf Neudeutsch.", entgegnet die Dame amüsiert. „Und wie komme ich jetzt nach Hause?", fragt Alisha verzweifelt.
„Ich schlage vor, indem sie ihr Hirn einschalten und ihre Füsse benützen." Die Dame im grauen Haar entfernt sich kopfschüttelnd.

* * * * *



Eine TV Sendung über die Zukunft mit Robotern, hat mich für diese Short Story beflügelt. Ein Leben, welches ich mir so nicht vorstellen kann, obschon ich mir im Haushalt eine gewisse Hilfeleistung ausmale. Vor 16 Jahren erzählte mir ein Bekannter, er tüftle an einem Roboter für Museumsführungen. Das konnte ich mir damals auch nicht vorstellen. Heute sind die virtuellen Führer in Museen und Städten bereits weit verbreitet. (Allerdings waren andere schneller im Tüfteln als mein Bekannter) Sind wir also gespannt, was in den nächsten Jahren noch auf uns zu kommt. Meine Sorge gilt der Verblödung der Menschheit. Dass wir soweit abhängig werden von Robotern, dass wir verlernen unseren gesunden Menschenverstand einzuschalten. Allerdings gibt es Hoffnung für den kreativen Teil in uns.  In dieser Hinsicht ist unser Hirn ein Wunder, dass kaum von Robotern übernommen werden kann. Aber dass Roboter ausser Kontrolle geraten, zum Beispiel beim Einsatz für Kriegszwecke, darüber mache ich mir schon so meine Gedanken. Was denkst Du darüber?

Liebe Grüsse Paula

P.S. Die Legoroboter hat unser Sohn unabhängig von meiner Story gebaut und ich durfte sie freundlicherweise für meinen Beitrag ablichten. :-)


Inlinkz Link Party
Januar 21, 2019 3 Liebe Worte

Heute gibt es wieder einmal ein paar Naturbilder bei mir. Dass ich gewisse Plätze während den Feiertagen meide, habt ihr ja zwischen den Zeilen vielleicht gelesen in meinen Kurzgeschichten. Dafür wurde ich vergangene Woche mit einem Wintermärchen belohnt. Ich hatte zwar viel Büroarbeit zu erledigen, aber mir immer wieder ein paar Pausen im Schnee gegönnt. Dass mein Energielevel dafür umso höher war, könnt ihr euch ja denken. Also dann los mit der Bilderflut ;-)


Da wir neben einer Seilbahn wohnen, gehe ich auch mal nur für zwei Stunden schnell auf die Piste. Dieses kleine Skigebiet liegt auf der Sonnenseite unseres Bergtales. Dort kann ich viel Vitamin D tanken. Und dass ist ja schliesslich wichtig für die Gesundheit. ;-)



Im Januar sind die Pisten meist leer und wenn ich dann das Glück habe, dass es Neuschnee gibt, jauchze ich vor Freude, wenn ich ein paar Spuren im Schnee hinterlassen kann.







Nur Sonne, Schnee und ich. Was will man mehr?






Manchmal gönne ich mir dann sogar einen Kaffee. 


Und wenn ich Glück habe, kommen Nachmittags sogar meine Legosüchtigen Kinder mit. ;-) Kleine Maus mag es aber überhaupt nicht, wenn ich Fotos mache. Neulich sagte sie: "Mami! Es nervt wenn du alles fotografieren musst." :-) Sorry, da muss sie durch. Ich finde es gibt schlimmere Süchte. ;-)


Wenn das Wetter nicht wie auf Postkarten daher kommt, bin ich gerne zu Fuss unterwegs, statt auf den Skiern. Auch im Dorf liegt mittlerweile richtig viel Schnee.


Neben tollen Schneemomenten, wurden wir vergangene Woche auch mit besonderen Himmelsbildern belohnt. 



In diesem Sinne wünsche ich euch ein schönes Wochenende. Egal ob es Rosa oder Himmelblau ist. Hauptsache ihr lasst es euch gutgehen.

Liebe Grüsse aus Engelberg Paula

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Januar 19, 2019 9 Liebe Worte
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PAULA'S HAUS


Willkommen in meinem Blog.  Ich bin Paula, eine kreative und Naturverbundene Mama aus der Zentralschweiz. Meine Tage haben selten genug Stunden, um all meine Visionen und Ideen umzusetzen. Ich wünsche euch viel Freude beim Lesen und Stöbern.


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